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Innere Arbeit, BewusstseinsklärungOffensichtlich steht äußere Arbeit höher im Kurs als innere Arbeit. Das könnte daran liegen, dass es an Wissen darum fehlt. Ein weiterer Grund ist, dass innere Arbeit meist mit emotionalen Schmerzen einhergeht (siehe Inneres Kind). Warum? Ein kleines Kind wird in eine Welt hineingeboren, in der für es alles neu und fremd ist. Selbst an die Eltern und Verwandten muss es sich gewöhnen. Die Erwachsenen haben bestimmte Vorstellungen, wie ein Kind funktionieren soll, wie es zu sein hat und wie es nicht zu sein hat. Es wird regelrecht programmiert - wie ein Computer - unter Missachtung seines natürlichen Wesens und dessen Bedürfnisse. Könnten Erwachsene noch fühlen, würden sie darüber leicht spüren, was das Kind wirklich braucht.
Sie müssten sich weder den Kopf über richtige Erziehung zer- Doch haben leider Erwachsene den Kontakt zum Kind in sich selbst weit- Warum? Weil ihre Erziehung als Kind ähnlich grausam war, wie sie es nun bei ihrem Sohn, ihrer Tochter anwenden. Auch ihre Eltern fühlten einst nicht, was ein Kind wirklich braucht und deren Eltern auch nicht...
Für mich bedeutet innere Arbeit/Bewusstseinsklärung eine Deprogrammierung dessen, was ich als Kind habe aufnehmen müssen, ohne eine Wahl zu haben. Ich war den Vor- Man stelle sich heute als Erwachsener nur mal annähernd die Relationen vor. Stehe ich mit meinen 177 cm Körpergröße und 75 kg Körpergewicht vor einem Riesen, der, sagen wir mal 255 cm groß, 130 kg schwer und dazu cholerisch, jähzornig, gewaltbereit, ge- Da das Kind vollständig auf die Eltern (Älteren) angewiesen und somit ausgeliefert ist, bleibt ihm ob der Übermacht nur die Unterordnung, einschließlich der Befolgung dessen, was von ihm verlangt wird. Ist Vater oder Mutter gestresst, hat wenig Geduld mit dem Kind, dann gibt es schon mal Aussprüche wie - "Ach Kind, du raubst mir noch den letzten Nerv." "Mit dir hab ich mir was eingehandelt." "Was muss ich verbrochen haben, dass der liebe Gott mich mit so einem Kind straft." "Du machst Papa und Mama aber sehr traurig, wenn du nicht: fleißig lernst, isst, artig bist, still bist, ordentlich bist..."Übrigens reichen mimische Gesten oder Seufzer vollkommen aus, dass diese Botschaften beim Kind ankommen, da es noch sehr feine Antennen hat. Das Kind sieht die Eltern als gottähnliche Größen. Es nimmt ihre Botschaften als Wahrheit in sich auf und richtet sich (sein Wesen) danach - zugrunde. Es nimmt die vielen Botschaften seiner Unzulänglichkeit auf und sieht sich gar als Quelle der elterlichen Sorgen und Trübsal. Seine eigenen, natürlichen Wesenszüge, seine Seelennatur, sieht es demzufolge zunehmend als falsch an - bis nach wenigen Jahren so ziemlich alles davon weggeschlossen und verdrängt ist.
Oder in der geläufigen Computersprache ausgedrückt - wird die frische Festplatte des Kindes vom Computerprogramm der Eltern (fremd)programmiert. Nichts anderes als das kann erst das Kind, dann der spätere Erwachsene ausdrucken, als was auf seine Festplatte übertragen wurde. Das Kind kennt noch keinen Antivirenschutz und auch keine Löschtaste. Das Löschen (Bewusstseinsklärung) muss der Erwachsene, der zum Bewusstsein gelangen will, übernehmen - wenn er will. Die äußere Welt, die Gesellschaft sieht das grundlegend anders. Sie attestiert eine "gelungene Erziehung", wenn die Anpassung/Vergewaltigung einer Kinderseele an die vorherrschenden Normen, Gesetze, Richtlinien, Umgangsformen, Traditionen usw. erfolgt ist. Will sich das vorherrschende Massenbewusstsein in der bekannten Form erhalten, kann es keine Unikate, keine Individualisten, keine Außenseiter dulden oder nur in verschwindend kleinen Mengen, um sie ihren Kindern drohend als abschreckende Beispiele vorzuhalten. Welches Kind kann mit der Angst leben, ausgeschlossen zu werden, wenn es nicht gehorcht? Auf den Punkt gebracht, ist für mich Innere Arbeit das Hinterfragen der Automatismen, nach denen ich heute wie ein erzogenes Kind, wie ein programmierter Automat funk- Gehe ich diesen Weg zum einstmals verlassenen Kind in mir, komme ich um die Not, die Verzweiflung, die Ohnmacht, die Hilflosigkeit, das Alleinsein, die Hoffnungslosigkeit, die Lebensmüdigkeit des Kindes in seiner einstigen Lage nicht herum. Ich komme auch an den tiefen, existentiellen Schmerz des Kindes, wie es in seinem natürlichen Wesen nicht gesehen wird, wie es das aufgeben, ja umbringen muss, um den Eltern und ihren Be- Auch hier ein Wort zu Eltern und somit auch zu mir, der ich selbst Vater zweier Söhne bin. Es hilft niemanden, wenn sämtliche Eltern sich schuldig fühlen. Das macht am Leiden der Kinder gar nichts, im Gegenteil. Ein schonungsloses Hinschauen auf meine Unbewusstheit und den daraus hervorgegangenen Handlungen beziehungsweise Unter- Für alles mögliche gibt es Klär- Wasch- und Reinigungsanlagen.
Es ist an der Zeit, die Reinigung und Klärung des Bewusst-
Unbewusstheit ist gleichzusetzen mit geistiger Krankheit, Unwissenheit und Dummheit - auch hier nehme ich mich nicht aus. Körperliche Krankheit ist die Abwesenheit von geistiger Gesundheit. Ist es wirklich so schwer, den Körper direkt und nach innen zu fragen, wenn er kränkelt? Schon vor hunderten Jahren fragten Ärzte den Patienten - "Was fehlt ihnen?" Also ist der Weg zu Gesundheit lange bekannt. Es fehlt an Erkenntnis, an Bewusstheit und dieses Fehlende geben wir von Generation zu Generation an die Kinder weiter - anstatt dass Eltern vom Kind lernen, was ihnen selbst abhanden gekommen, aberzogen ist! Der Unterschied von uns modernen zu den mittelalterlichen, unterentwickelten, mühsalgeplagten Menschen ist äußerlich riesig, doch innerlich unbedeutend. Wir leben die Unbewusstheit in einem komfortableren Rahmen, sind gegen das Schicksal (Heilung) versichert, haben unendliche Ablenkungs- Spaß- und Zerstreuungsmöglichkeiten - das Leiden der Seele und des Inneren Kindes zu betäuben... | ![]() |
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Helmut Reichel - Heilpraktiker| Aßbruchweg 1|49152 Bad Essen| Telefon 0 54 72 / 95 86 67|Fax 0 54 72 / 95 86 69| E-mail info@helmut-reichel.de